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Korrektur des abstehenden Ohres (Otoplastik)

Autor: Dr. Matthias Gensior



Eine der häufigsten Fehlformen im Kopfbereich ist das abstehende Ohr. Der Eindruck des abstehenden Ohres ist in aller Regel auf eine unzureichende Fältelung des Ohrknorpels zurückzuführen – häufig in Verbindung mit einer nicht korrekten Stellung des Ohres zum Schädel.
Ziel aller operativ korrigierenden Maßnahmen ist daher die Schaffung einer regelrechten Fältelung des Ohrknorpels sowie eine Korrektur der Stellung der Ohrmuschel zum Kopf. Da diese Deformierung des Ohres angeboren ist, leiden nicht selten schon Kinder unter dieser Auffälligkeit. Häufig kommt es schon im Kindergarten oder Schule zu Hänseleien und Spott. Da das Ohr erst im Alter von fünf bis sechs Jahren etwa 70-80% seiner späteren Größe erreicht hat, sollte auch erst kurz vor Einschulung eine Korrekturoperation erfolgen. Eventuelle Wachstumsstörungen werden dann nicht mehr auffällig, da meistens beide Ohren korrekturbedürftig sind. Aber auch im Erwachsenalter kann eine Korrekturoperation vorgenommen werden.
Bei Patienten mit Erkrankungen, die ein deutlich erhöhtes Operationsrisiko oder das Risiko einer Wundheilungsstörung mit sich bringen, sollte jedoch die Indikation zu einer Korrekturoperation – wie bei eigentlich allen ästhetischen Operationen – mit Zurückhaltung gestellt werden. Die heute angewendeten Operationsverfahren führen in aller Regel zu einer korrekten Ohrmuschelform- und Stellung mit weitgehend nicht sichtbaren Narben. Auch wenn in der Vergangenheit viele Operationsverfahren zur Korrektur des abstehenden Ohres entwickelt wurden, ist heute den gebräuchlichsten Verfahren gemeinsam, der operative Zugang auf der Rückseite des Ohres.
Zunächst wird dabei durch Zurechtbiegen der Ohrmuschel die gewünschte Fältelung auf der Vorderseite der Ohrmuschel festgelegt und markiert. Hierdurch kann dann auf der Ohrrückseite der Hautschnitt festgelegt werden. Nach Möglichkeit sollte der Schnitt in der Nähe des Ohransatzes liegen, um später weitgehend unsichtbar zu werden. Falls überhaupt ein Hautstreifen entfernt werden muss, ist dieser schmal, damit später nicht der Raum zwischen Ohrmuschel und Kopf wesentlich verkleinert ist. Die Haut der Ohrmuschelrückseite wird vorsichtig vom Ohrknorpel teilweise abgelöst. Der Ohrknorpel wird dann entweder in einer besonderen Weise eingeschnitten oder mittels einer Diamantfräse ausgedünnt bis die Spannung des Knorpels soweit vermindert ist, dass eine mühelose Fältelung des Knorpels gelingt. Eine Verletzung der Vorderseite des Knorpels ist nach Möglichkeit zu vermeiden, da es sonst später zu scharfen Kantenbildung auf der Ohrvorderseite kommen kann, die ein „operiertes Ohr“ sofort erkennen lassen. Die sich anschließende Fältelung des Knorpels wird durch sich langsam auflösende Nähte vorgenommen. Bei Nahtmaterial, das sich nicht auflöst, besteht später die Gefahr, dass die Knotenbildungen sichtbar oder tastbar werden.
Besteht zusätzlich zur mangelhaft ausgeprägten Fältelung des Ohrknorpels noch eine Fehlstellung des Ohres zum Kopf, werden nun die im Ansatzbereich der Ohrmuschel auf der Rückseite bestehenden Muskelverbindungen zum Kopf durchtrennt. Danach läßt sich dann die Ohrmuschel frei zur Kopfachse drehen. Durch spezielle Nähte, in Teilen bis zur Knochenhaut des Schädels, wird dann eine Stellungskorrektur vorgenommen. Der Verschluß der Haut erfolgt durch einen in der Haut verlaufenden Faden, der auch bei Kindern schmerzfrei entfernt werden kann. Zum Ende des Eingriffs wird ein zusätzlich formender milder Druckverband angelegt. Bei Kindern, auch bei kooperativen Kindern, wird der Eingriff grundsätzlich in Vollnarkose durchgeführt. Im Jugend- oder Erwachsenenalter kann der Eingriff auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Allerdings werden die mit der Operation verbundenen Geräusche durch die unmittelbare Nähe zum Gehörgang von vielen als sehr unangenehm empfunden. Aber auch bei Vollnarkose wird die Korrektur des abstehenden Ohres heute meistens ambulant oder tageschirurgisch durchgeführt. Falls erforderlich, ist allenfalls ein „Kurzstationärer“ Aufenthalt notwendig. Gründe hierfür können Begleiterkrankungen oder eine nicht sichergestellte häusliche Versorgung sein. Für zwei bis drei Tage wird ein Kopfverband angelegt. Danach ist jedoch das Tragen eines Stirnbandes, insbesondere nachts, zum Schutz des operierten Ohres für weitere vier bis sechs Wochen sinnvoll.
Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko im Kopfbereich sind zu vermeiden, Schulkinder werden daher nach der Operation für sechs Wochen von Mannschaftssportarten befreit. Danach ist schon eine weitgehend stabile Narbenbildung des Knorpels eingetreten. Komplikationen bei der Korrekturoperation des abstehenden Ohres sind eher selten.
Gefürchtet ist in erster Linie eine Blutergussbildung, die zu einer Ernährungsstörung des Ohrknorpels führen kann mit auffälliger Narbenbildung bis hin zum Teilverlust der Ohrmuschel. Wundinfektion sind aufgrund der Durchblutung der Ohrmuschel eine Rarität. Manchmal kann es jedoch durch vorzeitiges Lösen eines Faden oder ungewolltes Umknicken der Ohrmuschel mit Zerreissung der Knorpelnähte zu einem Verlust der Ohrmuschelfältelung kommen, eine nochmalige Korrekturoperation ist jedoch unproblematisch. Im Normalfall stellt sich jedoch die Korrektur eines abstehenden Ohres in der Hand des erfahrenen Operateurs als unproblematisch dar. Dies gilt auch für operative Verfahren, bei denen eine Korrektur der mangelhaften Knorpelfältelung von der Ohrmuschelvorderseite vorgenommen werden kann. Ein Nachteil dieser Methode besteht jedoch darin, dass eine Korrektur der Ohrstellung zum Kopf nicht durchgeführt werden kann, ohne dass zusätzlich noch ein Schnitt auf Ohrmuschelrückseite durchgeführt werden muß. Eine spezielle Nachbehandlung – bis auf das sechswöchige Tragen eines Stirnbandes – ist nicht notwendig, sodass nach wenigen Wochen der operative Eingriff, insbesondere bei Kindern vergessen ist.

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OHRVERKLEINERUNG
Im Gegensatz zum abstehenden Ohr ist das zu grosse Ohr eher selten. Dennoch wird der erste Eindruck eines Menschen überwiegend durch die Augen- und Ohrenpartie bestimmt. Diese Auffälligkeit findet sich überwiegend bei Männern. Auch durch eine entsprechende Frisur läßt sich das zu grosse Ohr nur schlecht kaschieren.

Eine Korrektur des "zu grossen Ohres" sollte im Regelfall erst nach abgeschlossenem Wachstum durchgeführt werden, da dann erst die Relation Ohrgrösse zu Kopfgrösse sich beurteilen läßt.
Zu Beginn der Pubertät hat die Ohrmuschel schon weitgehend die endgültige Größe erreicht, wohingegen das Schädelwachstum erst nach Ende der Pubertät und aller Wachstumsphasen weitgehend abgeschlossen ist.

Operationsziel ist eine zur Kopfform und Grösse passende Ohrmuschel. Hierbei sind jedoch die indivduellen Wünsche in besonderem Maße zu berücksichtigen. Bei einer Verkleinerung sollte jedoch nur maximal ein Drittel der ursprünglichen Größe entfernt werden. Bei dieser Massnahme muß dann jedoch noch im Regelfall eine Verkleinerung des Ohrläppchens erfolgen.
Um eine möglichst unauffällige Narbenbildung zu erreichen, erfolgt in der Ohroberkante der Ohrmuschel ein Hautschnitt. Etwa ein Drittel der Haut der Ohrvorderseite wird dann vorsichtig abgelöst. Die Verkleinerung des Knorpels erfolgt entweder keilförmig oder in Abhängigkeit von der Knorpelfältelung durch eine sternförmige Schnittführung. Die Knorpelränder werden aufeinander zugeschwenkt und miteinander vernäht. Die Durchtrennung der Ohroberkante wird nach Möglichkeit so gewählt, daß die Narbe später im Ohransatz zu liegen kommt. Die überschüssige Haut wird auf der Ohrvorderseite bogenförmig entfernt, sodaß die spätere Narbe genau in der Ohroberkante zu liegen kommt. Auf der Ohrrückseite wird eine keilförmige Hautentfernung vorgenommen, hieraus resultiert eine strichförmige Narbe auf der Ohrrückseite, die jedoch im Regelfall nicht auffällig wird. Zum Ende der Operation wird nur ein milder Druckverband angelegt.

Der Eingriff kann sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Wie bei allen Operationen die am Ohr in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, können die mit der Operation verbundenen Geräusche aufgrund der Nähe zum Gehörgang aber sehr unangenehm empfunden werden. Im Regelfall wird der Eingriff ambulant durchgeführt. Nur bei Vorliegen von Allgemeinerkrankungen, die ein erhöhtes Operationsrisiko darstellen, kann ein wenige Tage dauernder Krankenhausaufenthalt notwendig werden.

Eine Vorbereitung auf den Eingriff ist nicht erforderlich.

Nach der Operation wird für zwei Tage ein Ohrkopfverband angelegt, eine milde Schmerzmittelgabe ist ausreichend.

Bis auf körperliche Schonung, um eine Blutergussbildung zu verhindern, ist keine Einschränkung gegeben.

Wundinfektionen sind selten, da die Ohrmuschel gut durchblutet ist. Eine Blutergussbildung kann durch entsprechende Verbände normalerweise verhindert werden. Kommt es denoch zu einer Blutergussbildung, muß jedoch ein sofortiger Revisionseingriff durchgeführt werden, da es sonst zu Ernährungsstörungen des Knorpels kommen kann.
Gefürchtete Hauptkomplikation ist die mögliche Perichontritis - eine Entzündungsreaktion des Knorpels, die in sehr aufälligen Narbenbildungen bis zum Teilverlust des Ohres führen kann. Bleibende Deformierungen sind nach einer solchen Entzündungsreaktion zu erwarten.

Bis auf die Entfernung des Nahtmaterials braucht keine spezielle Nachbehandlung durchgeführt werden.

Der Korrektureingriff - die Verkleinerung der Ohrmuschel - sollte einmalig sein, da mit jeder weiteren Operation Wundheilungsstörungen des Knorpels aufgrund der veränderten Durchblutungsverhältnisse wahrscheinlicher wird. Wiederholungseingriffe sollten bleibenden Folgen einer Komplikation vorbehalten bleiben.



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