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Gynäkomastie - die „weibliche“ Brust des Mannes

Kommt es zu einer abnormen Größe der männlichen Brust mit Ausprägung weiblicher Formen sprechen wir von einer Gynäkomastie. Diese Veränderung kann durch eine Vermehrung des Fettgewebes, eine Vergrößerung der Brustdrüse oder durch eine Kombination von beidem hervorgerufen werden. Wichtig ist dabei zu wissen, dass Männer genauso wie Frauen eine regelrechte Brustdrüse besitzen. Im Rahmen der Pubertät kommt es bei über 70 Prozent der Männer zu einer vorübergehenden Vergrößerung der Brustdrüsenkörper, die sich in der Regel jedoch von alleine wieder zurückbildet. Gelegentlich verbleibt eine oder beide Brüste leicht vergrößert.
Bei Übergewicht wird eine scheinbare Brustvergrößerung vorgetäuscht, der Brustkörper selber verbleibt aber klein. Von Bedeutung ist jedoch, dass bei jungen Männern das athletische Aussehen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Gang ins Sportstudie oder Fitnesscenter wird angetreten. Aber auch für die Körperformung gilt „Ohne Fleiß kein Preis“. Zwei bis drei Monate sind schnell vergangen, der gewünschte Effekt lässt auf sich warten. Der Wunsch nach Hilfsmitteln stellt sich ein. Proteinpulver, Nahrungsergänzungsmittel oder auch Doping ähnliche Stoffe werden eingenommen. Je nach Zusammensetzung können hormonähnliche Wirkungen ausgelöst werden. Die Folge kann eine ausgeprägte Vergrößerung der männliche Brust mit weiblicher Ausformung sein. Auch der Konsum von Cannabis, Anabolika oder bestimmte Medikamente können eine ähnliche Veränderung bewirken. Druck auf den Brustdrüsenköper führt zu Schmerzen. Manchmal ist sogar eine geringe Milchproduktion vorhanden. Gelegentlich kann allerdings auch eine Hormonelle Störung durch Erkrankungen zu einer solchen Größenzunahme der Brüste führen. Betroffene Männer scheuen sich den Oberkörper zu entblößen, der Gang ins Schwimmbad wird zum Spießrutenlauf. Eine zunehmende Hemmung und Scham stellt sich, Aktivitäten und Sport werden zurückgeschraubt, der Leidensdruck steigt. Nicht selten werden betroffene Männer auch noch zu Frustessern mit zunehmendem Übergewicht und Verstärkung des Befundes. Aus Unkenntnis wird der Gang zum Arzt erst spät oder gar nicht angetreten.


Vor einer Behandlung ist zunächst eine gründliche Diagnostik notwendig. Die Ursache für die Veränderung muss festgestellt werden. Neben der allgemein körperlichen Untersuchung ist eine exakte Bestimmung des Hormonstatus notwendig. Auch Erkrankungen, die zu einer Veränderung der hormonellen Situation führen können, müssen ausgeschlossen werden. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die eine Hormon ähnliche Wirkung auslösen können, muss strikt unterbleiben.
Ein spontane Rückbildung der Gynäkomastie ist selten. Zwar verkleinert sich der Brustdrüsenkörper, das angelegte Fett verbleibt meistens. So verbleibt im Regelfall nur noch der Gang zum Plastischen Chirurgen.

Ziel jeglicher operativer Verfahren ist daher die Wiederherstellung einer männlich wirkenden Brust mit nach Möglichkeit nicht sichtbaren Narbenbildungen. Die nicht selten durchgeführte alleinige Entfernung des Brustdrüsenköpers führt zwar zu einer deutlichen Veränderung der weiblich wirkenden Brust. Auch Schmerzen werden damit beseitigt. Es wird hierdurch jedoch eher selten ein ästhetisch befriedigendes Ergebnis erzielt. Narbige Einziehungen mit zentraler Dellenbildung im Warzenhof sind die Folge. Auch der Hautschnitt am unteren Rand des Warzenhofes verbleibt häufig sichtbar.
Eine Lösung zur Erzielung ästhetisch befriedigender Ergebnisse stellt die Kombination aus Drüsenkörperentfernung und gleichzeitiger angleichender Fettabsaugung dar. Der Hautschnitt wird dabei quer durch den Warzenhof gelegt. Es resultiert dann eine kaum sichtbare Narbenbildung. Die Sensibilität des Nippels ist meistens auch nach der Operation erhalten. Die beiden für die Absaugung erforderlichen kleinen Hilfsschnitte sind nach wenigen Monaten verblasst und ebenfalls nur selten auffällig. Die Operation kann zwar in einer besonderen Form der Lokalanästhesie, der so genannten Tumeszenslokalanästhesie durchgeführt werden – das heißt, es werden große Mengen eines stark verdünnten Betäubungsmittel in den Operationsbereich eingespritzt. Im Randbereich und auf dem Brustkorb selber können jedoch bei der Absaugung Missempfindungen ausgelöst werden, so dass ich die Vollnarkose bevorzuge.
Auf eine Drainage durch Einlage von dünnen Schläuche in die Wundhöhle verzichte ich häufig. Nach der Operation wird am OP-Tag der Oberkörper gewickelt. Am Folgetag wird ein Verbandswechsel durchgeführt. Dann werden nur noch feine Streifen auf die Wunden aufgeklebt. Der Patient erhält eine Kompressionsweste. Am Abend nach dem ersten Verbandswechsel darf schon geduscht werden. Die Kompressionsweste muss dann mit Ausnahme für die hygienischen Verrichtungen konsequent für eine Woche Tag und Nacht getragen werden .
Nach einer Woche muss dann die Weste nur noch tagsüber getragen werden. Für ein bis zwei Wochen sollte das Heben der Arme über die Horizontale gemieden werden. Danach ist leichte sportliche Betätigung – auch im Sportstudio- wieder erlaubt. Bis zur Wiederaufnahme grober körperlicher Arbeit oder Krafttraining ist ein Abheilungszeitraum von vier bis sechs Wochen wünschenswert.
Auch wenn am Tag nach der Operation eine erhebliche Verbesserung sichtbar ist, kann es bei einem großen Hautüberschuss zwei bis drei, manchmal bis zu sechs Monate dauern, bis eine ausreichende Schrumpfung der Haut erfolgt ist. Bei starker Gewichtsverminderung und Hauteinrissen, so genannter Striae, kann jedoch nach einem halben Jahr eine zusätzlich Hautentfernung erforderlich werden. Dann reicht die Schrumpfungskraft der Haut gelegentlich nicht aus, den entstandenen Hautüberschuss auszugleichen. Bei diesen dann zusätzlich erfolgenden Operationen ist eine etwas auffälligere Narbenbildung zu erwarten. Aber auch hier bietet die moderne Plastische Chirurgie Möglichkeiten, immer noch ein ästhetisch befriedigendes Ergebnis zu erzielen.

Die Kosten für die Entfernung des Brustdrüsenköpers werden bei Schmerzhaftigkeit, abnormer Sezernation oder auch des Verdachts auf eine bösartige Veränderung von den Krankenkassen übernommen. Die angleichende Absaugung muss im Regelfall der Patient selber bezahlen.

Da der Brustdrüsenkörper komplett entfernt wird, ist ein Wiederauftreten der Gynäkomastie nicht möglich. Bei starker Gewichtszunahme und Fettleibigkeit kann eine weibliche Brustform allerdings vorgetäuscht werden.

Köperdisziplin und vernünftige Essgewohnheiten sollten also weiterhin eingehalten werden.

Wie schon gesagt, „Ohne Fleiß, kein Preis….“



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